01. August 2018 / Marco Galantino, Lagerleiter Stöcklilager Zuchwil

SoLa's 2018: Wie aus einer grossen Reise ein Survival Game wurde

In unserer Serie "SoLa's 2018" möchten wir dir einen Einblick in die Jubla-Momente in den Sommerlagern in unserem Jubla-Kanton geben. In den verschiedensten Orten in der ganzen Schweiz erichteten 15 Scharen Zeltstädte oder bezogen Lagerhäuser. Egal ob auf der Suche nach Walter oder an den jublalympischen Spielen, die Lager-Wochen sind immer das grosse Highlight in jedem Scharjahr. Im sechsten Beitrag der Serie bekommen wir im ersten SoLa-Bericht einer Schar einen Einblick in das Sommerlager des Stöcklilager Zuchwil und wie aus der grossen Reise plötzlich doch etwas anderes wurde.

Wie alles begann

Rund 50 Kinder und Jugendliche aus Zuchwil und Umgebung haben sich für die 53. Ausgabe des beliebten Stöcklilagers angemeldet. Am Samstag, 7. Juli 2018, war es wieder so weit: Kinder und Leiter versammelten sich auf dem Parkplatz der katholischen Kirche Zuchwil. Leider wurde die riesige Vorfreude schon bald gedämpft. Ein Bürogummi namens Urs von Ballmoos platzte unerwartet herein und verkündete mit strenger Miene, dass dies das letzte Lager sei und er die Lizenz nicht verlängern werde. Was für ein Schock! Soll es das nun wirklich gewesen sein?

Lagerleiter Mege versuchte, die Situation zu retten, indem er versprach, dass es das beste Lager überhaupt werden würde! Ohne Regeln, dafür jeden Abend Disco! Na gut, eine kleine Party hat noch niemandem geschadet. 

Woher kamen plötzlich die Gorillas, äh, Guerillas?

Schliesslich rollte der Car in Richtung Hergiswil bei Willisau. Während der Fahrt schmiedeten die Kids Pläne für die vielen Partynächte. Doch dann passierte das Unfassbare: Guerilla-Krieger stürmten den Bus! Und zu allem Übel klauten sie auch noch die mysteriöse Einladung, die Urs von Ballmoos zuvor wortlos überreicht hatte. Und was jetzt? Die Leiter entschieden sich zur Weiterfahrt. Schlimmer konnte es ja nicht mehr werden. 

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Und meistens kommt es anders …

Beim Morgenessen dann die nächste Überraschung. Urs von Ballmoos rannte am Esssaal vorbei und warf einen USB-Stick mit einer Videobotschaft drauf durch das offene Fenster. In der Videobotschaft sagte uns eine unbekannte Person, dass auf dem Lagerplatz ein Schlüssel zu unserer Einladung wäre. Gefunden haben wir lediglich eine Karte mit einem eingekreisten Punkt. Danach ging alles sehr schnell. Sicherheitshalber wurden zwei Gruppen gebildet, die sich aus verschiedenen Richtungen dem Zielort nähern sollten. Es konnte sich ja um einen Hinterhalt handeln.

Und tatsächlich: Die erste Gruppe wurde umzingelt! Mit vereinten Kräften konnte die zweite Gruppe die Jüngeren befreien. Phuu, das war knapp! Kurz darauf entdeckte jemand am Boden die Einladung zur Teilnahme am «Survival Game». Zu gewinnen gab es einen wertvollen Edelstein, der jedoch der Familie des Bürogummis gehörte. Was für ein Dilemma! Warum sollten die Kids Kopf und Kragen für jemanden riskieren, der ihnen die Lagerlizenz verweigert? Die zündende Idee kam rasch: Sollten sie gewinnen, verlangten sie eine Lizenzverlängerung für die nächsten 50 Jahre!elden für diese Tolle kunterbunte Woche mit euch!

Lasset die Spiele beginnen!

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In einem Bootcamp machten sich die jungen Kämpfer fit fürs Turnier. Denn die Spiele forderten den Kandidaten körperlich und mental alles ab: Ob Wissensgame, Paint-Ball-Schlacht, Häuserkampf oder ein Theaterstück – sie schlugen sich tapfer und dachten, sie hätten den Sieg auf sicher.

Die Freude war von kurzer Dauer. Über Nacht wurden die Leiter entführt! Nach deren Rückkehr schärften die Teilnehmer nochmals alle Sinne für das grosse Finale. Am nächsten Morgen früh eröffnete der Gamemaster und seine Priester die Finalspiele. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Sterne des gegnerischen Teams wurden geklaut, zurückerobert und wieder geklaut. Man schenkte sich nichts. Doch dann kam die grosse Wende, mit vereinter Kraft konnten die Stöla-Krieger die Guerilla-Truppe besiegen! Müde, aber überglücklich ging es zur Siegerehrung. Mit Tränen der Rührung in den Augen überreichte Urs von Ballmoos den tapferen Mädchen und Jungs die Lizenzverlängerung für die nächsten 50 Jahre!

Von der Front in die Küche

Schon seit 20 Jahren begleitet mich das Stöcklilager. Zuerst war ich als Teilnehmer mit dabei, danach als Leiter und die letzten sieben Jahre als Hauptlagerleiter. Für mich ist das Stöcklilager ein wichtiger Teil meines Lebens! Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen etwas Cooles zu erleben bereichert mich enorm. Darum ein grosses Dankeschön an alle, die mir in den letzten Jahren ihr Vertrauen schenkten und das Stöcklilager in irgendeiner Form unterstützten. Ebenfalls ein grosses Dankeschön geht an unser Küchenteam, welches uns mit leckeren Mahlzeiten versorgt hat.

Zuletzt möchte ich mich beim Leitungsteam für den Einsatz und den Aufwand, den sie ohne weiteres im letzten halben Jahr betrieben haben, bedanken. Die Überraschung zu meinem Abschluss ist euch gelungen. Ihr seid die Besten! Merci viu viu mau für euchi Arbeit, wo dir fürs Stöcklilager jedes Johr leistet. Machet witer so!

Nun freue ich mich auf weitere 20 Jahre – jedoch ab nächstem Sommer in neuer Funktion: Ich verabschiede mich vom Leiterjob und werde künftig in der Küche die Töpfe schwingen.  

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