10. Januar 2018 / Thomas Boutellier, Kantonspräses

Grüsse aus dem Vatikan

Für die bevorstehende Bischofssynode zum Thema Jugend holte Papst Franziskus per Online-Umfrage die Meinung der Jugend ein. Der Ruf der jungen Generation müsse «bis zu den Hirten gelangen», sagte Papst Franziskus. Auch unsere Meinung soll in die Bischofssynode einfliessen.

«Liebe Jugendliche

Papst Franziskus hat Euren Brief mit Euren aufmerksamen Grüssen erhalten und mich beauftragt, Euch dafür herzlich zu danken. Besonders gefreut hat den Heiligen Vater Euer Gebet für seinen weltweiten Hirtendienst und Euer aktives Interesse an der Bischofssynode für die Jugend. …»

So beginnt der Antwortbrief, den uns Papst Franziskus durch Prälat Paolo Borgia hat zukommen lassen. 

Wie es dazu kam

An der Kantonskonferenz im November 2017 wurde im spirituellen Teil die Frage gestellt, was sich die anwesenden Leiterinnen und Leiter von der Kirche wünschen. Dies im Zusammenhang mit der im Herbst in Rom stattfindenden Bischofssynode zum Thema Jugend.
Zu dieser Synode hat der Papst alle Jugendlichen auf der Welt, unabhängig von ihrem Alter und ihrer Religion, dazu aufgerufen ihm seine Meinung mitzuteilen.
Ende Jahr wurde die Umfrage abgeschlossen und man kann davon ausgehen, dass rund 100 000 Jugendliche aus dem deutschsprachigen Raum mitgemacht haben.

An der KK wollten wir uns aber nicht während 25 Minuten am Handy mit der Onlineumfrage befassen. Viel lieber haben wir die Zeit genutzt um gemeinsam einen Brief an den Papst zu schrieben.

Wir als juse-so-Team haben uns vor der KK mit den Anforderungen eines Papstbriefes befasst und die Briefeinleitung und die Grussbotschaft bereits vorbereitet, so dass an der KK nur noch der Inhalt zusammengetragen werden musste. 
Leider hatten wir dann an der KK, wegen den vielen guten und konstruktiven Diskussionen, nicht genügend Zeit die Wünsche und Anliegen zu diskutieren. Dennoch wurden alle Wünsche der Leiterinnen und Leiter gesammelt und zusammengefasst.

 

Gemeinsam haben wir 7 Anliegen formuliert, welche wir der Bischofssynode mit in ihre Beratung geben:

  • Die Kirche soll offener und fröhlicher werden.
  • Die Kirche soll sich für Frieden und Liebe auf der ganzen Welt einsetzen.
  • Die Kirche soll mit den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen mitgehen.
  • Die Kirche soll offen sein und jeden Menschen so annehmen, wie er/sie ist – egal welcher Religion, welchen Geschlechtes oder welcher sexuellen Orientierung.
  • Eine Kirche die sagt: «glaub an Dich, du kannst Grosses erreichen. Und nicht eine Kirche die sagt: Du musst nur an Gott glauben, dann kannst Du Grosses erreichen.»
  • Die Kirche soll mehr Kompetenz gegenüber der heutigen Jugend zeigen.
  • Die Kirche soll ein Zeichen setzten gegen soziale Ungerechtigkeit und Fremdenfeindlichkeit.

Dieser Brief wurde dann von den rund 100 Teilnehmenden unterschrieben und an Papst Franziskus geschickt. 

Die Antwort aus dem Vatikan

Und siehe da, kaum aus den Ferien zurück hat unsere Kasterin einen Antwortbrief in der Post. Der Brief ist also bis zum Papst gekommen und wird so in die Bischofssynode einfliessen. Dank unserem Engagement, ein kleiner aber wichtiger Beitrag, zur Bischofssynode im Herbst dieses Jahres.

Doch nicht nur das, auch Wünsche lässt Papst Franziskus uns zukommen:
«Papst Franziskus begleitet auch Euch gerne mit seinem Gebet und erbittet Euch und Euren Familien und Freunden von Herzen Gottes Schutz und Segen für die Gegenwart und Zukunft.»

 

Über die Bischofssynode im Herbst und was sie für uns als Jubla und die Jugend bedeuten kann und welche Schlüsse gezogen werde, darüber berichte ich gerne zu gegebener Zeit wieder.

 

Die beiden Briefe

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